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Presseinformation vom 05.02.2014

 

Schutzbehauptungen der Jäger

Eine Auswahl von Jägerrechtfertigungen



Behauptung: Ohne Jagd würden Wildtiere überhand nehmen

Diese Behauptung ist falsch. Die Bestände von Wildtieren regeln sich durch soziale Mechanismen sowie Nahrungs- und Lebensraumangebot selbständig.

Hinzu kommt, dass die Natur versucht Verluste durch eine erhöte Vermehrung wieder auszugleichen. Dabei ist es unerheblich, ob diese Dezimierung durch natürliche Einflüsse wie bspw. Krankheiten entstehen oder durch Jagd.

Auch wenn es paradox klingt: Durch verstärkte Bejagung steigen die Bestände an. Dadurch können dann vermehrt Probleme für Land- und Forstwirtschaft entstehen.

Die Jagd löst keine Probleme sondern schafft neue!

Behauptung: Jäger schützen bedrohte Tierarten und schützen Tiere und Menschen vor Krankheiten

Diese Behauptung ist falsch.
Selbst Wildtiere wie der Feldhase, die nach Einschätzung führender Wissenschaftler als bestandsbedroht einzustufen sind, werden von der Jägerschaft nach wie vor zu Hunderttausenden erschossen. Außerdem behaupten Jäger, sie müssten Füchse und andere Beutegreifer mit Flinte und Falle verfolgen, um deren Beutetiere vor dem Aussterben zu bewahren. Dabei wird missachtet, dass die Natur das Gleichgewicht zwischen den Populationen selbst reguliert.

Durch die Zerstörung des natürlichen Gleichgewichts wird auch die Ausbreitung von Krankheiten und

Seuchen begünstigt. Sozialstrukturen werden zerstört, die Tiere werden „versprengt“, also wandern in andere Gebiete ab. Kranke Tiere tragen somit bspw. Erreger weiter.

Behauptung: Die jagdliche Hege ist ein Beitrag zum Tier- und Naturschutz und ist ein erhaltenswertes Kulturgut

Diese Behauptung ist falsch. Die jagdliche Hege dient in erster Linie dem Ziel, eine möglichst große Anzahl möglichst prächtiger Tiere zum Abschuss zur Verfügung zu haben. Beutekonkurrenten wie Fuchs und Marder etwa. Sie werden mit Flinte und Falle erbarmungslos verfolgt.

Die Nahrungsmittelbeschaffung ist bei der heutigen Jagd nur ein Nebenaspekt. Nur ein Bruchteil der erlegten Tiere wird verwertet – der größere Teil wird einfach entsorgt. Somit kann auch keinesfalls von einer „nachhaltigen Naturnutzung“ im Zuge der Jagd gesprochen werden. Jagd ist vielmehr ein Selbstzweck, ein Hobby und eine Freizeitbeschäftigung.

Jagd geht mit einem hohen Maß an Folklore einher. Doch die Ethik einer aufgeklärten Gesellschaft kann nicht akzeptieren, dass sinnloses Töten mit in diese Folklore inkludiert wird.

Behauptung: Jäger sind tier- und naturliebende Menschen

Diese Behauptung ist falsch. Jäger wurden sowohl in Europa als auch in den USA schon psychologischen und soziologischen Untersuchungen unterzogen und hinsichtlich verschiedener Aspekte mit Nichtjägern verglichen. Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass Jäger keine höhere Naturverbundenheit aufweisen als Nichtjäger.

Jäger töten das, was sie angeblich lieben – nämlich Tiere. Diese Tatsache weißt aus psychologischer Sicht auf eine psychische Deformation hin.

Behauptung: Jäger töten angst- und schmerzfrei

Diese Behauptung ist falsch. Die Jägerforen im Internet sind voll von Berichten über sogenannte Nachsuchen, bei denen Tiere zuerst nur angeschossen und schließlich nach oft stundenlanger Verfolgung getötet werden. Schätzungen zufolge treffen zwei Drittel aller jagdlichen Projektile ihr Ziel, ohne es zu töten!

 
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